Gemeinschaft

Ambivalente Gemeinschaftsbildungen – Soziales Kapital in prekären Räumen
Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien (BISS e.V.)
Projektleitung; Dr. Michael Thomas
Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Rudolf Woderich,
Bettina Grimmer (bis 30.7. 2008)
Studentische Mitarbeit (zeitweilig): Franziska Latta, Frederick Sixtus

Untersucht werden soziale Gemeinschaften in krisenhaften lokalen bzw. regionalen Kontexten. Gemeinschaftsbildungen in Umbruchprozessen können Versuche darstellen, krisenhafte Einschnitte sozial und kulturell zu verarbeiten, so dass neue Sinnbezüge entstehen. Soziales Kapital kann Identität stabilisieren, Integration und Teilhabe befördern – oder auch nicht: Unter welchen Bedingungen werden verborgene Handlungskompetenzen freigesetzt? Welche Gemeinschaften erodieren bzw. ’erfinden’ sich neu? Welche Formen sozialen Kapitals werden gebildet?
Im Zentrum stehen milieubasierte Vergemeinschaftungen, die Sinnangebote in Überlebenskonstellationen vermitteln und zugleich Herausforderungen für regionale Akteure darstellen. Erfasst werden Ambivalenzen und ’Eigensinn’ dieser Prozesse hinsichtlich ihrer Stabilität und des Einflusses auf kommunale bzw. regionale Entwicklungsprojekte.
Gemeinschaftsbildungen können unterschiedlich offen oder geschlossen sein gegenüber Angeboten oder Zumutungen, die ihnen in sozialen Kontexten widerfahren. Gerade in Übergangszonen entstehen oftmals eigenartige und ambivalente Formen von Öffnung und Schließung, progressiven und regressiven Trends. Untersucht werden soll, wie sich solche Übergangszonen zwischen Projekten und Gemeinschaftsformen in ausgewählten regionalen Kontexten darstellen und folgenreich niederschlagen.

zum Seitenanfang